Akademieleiter

Lang, lang ist es her...

Kampfsport mach ich jetzt schon seit über 40 Jahren. Angefangen hat alles mal mit Judo. 1979, damals war ich 12 Jahre, hatte ich damit schon einige Erfahrung, bin vor allem viel auf Wettkämpfe gegangen. Die verschiedenen Gürtel haben mich nie besonders interessiert, mir ging es eher um das Training mit verschiedenen Leuten auf ganz unterschiedlichem Niveau. Extrem beeindruckt haben mich damals in einem Freundschaftskampf die Ringer und Judokas aus Aschaffenburg. Das war dann auch der Auslöser, warum ich angefangen habe mich nach anderen Sachen umzusehen und mich nicht nur auf Judo zu beschränken. Bruce Lee war damals schon mein Idol. Mit einem türkischen Ringerfreund habe ich dann alles Mögliche ausprobiert und schließlich Mitte der 80er Jahre WingTsun entdeckt.

Erst mein Ding, dann lange nicht mehr

Als 17Jähriger bin ich damals mit meinem Cousin zu einer WingTsun Schule in unserem Ort gegangen. Vor allen Dingen wollte ich mal sehen, was der Schulleiter drauf hat. Er hat mir einen Helm aufgesetzt und dann gezeigt was er kann. Ich war beeindruckt und WingTsun war ab sofort mein Ding. Judo habe ich weiter gemacht, aber auch nach dem Abi lag mein Fokus immer mehr auf WingTsun. 1990 habe ich dann mit der 10. Schülergrad-Prüfung  begonnen, die damals noch aus zwei Teilen bestand. Den ersten Prüfungsteil machte ich bei Emin Boztepe, einem der großen Kämpfer der EWTO, der mich bei der Prüfung durch die Halle getragen hat. Dieses Erlebnis, aber sicher auch noch ein paar andere Dinge haben dazu geführt, dass ich 1990 meine Fotografenlehre begonnen und nur noch sehr wenig WingTsun trainiert habe

Jerome Gravenstein, Akademieleiter
Jérôme Gravenstein (4. Lehrergrad), Akademieleiter
Was aus einem Fotografen werden kann

Mit 28 habe ich mich dann als Fotograf selbstständig gemacht. Für WingTsun blieb kaum noch Zeit, so dass ich tatsächlich fast 10 Jahre nicht oder nur sehr wenig trainiert habe. 2002 lief mein Fotoladen richtig gut und ich hatte den Kopf wieder mehr frei für andere Dinge. WingTsun hat mich erneut total gefesselt und ich bin mehrmals pro Woche in Frankfurt zum Training gegangen. Obwohl ich schon den 9. Schülergrad hatte, habe ich nochmal ganz von vorne angefangen. Ich habe alle Prüfungen wiederholt, teils in Lehrgängen, teils bei Sifu Markus oder Sifu Mark. 2008 hatte ich dann den 12. Schülergrad, wurde Privatschüler von Sifu Mark Tietz und Ausbilder in der Frankfurter WingTsun Schule. Ich wurde immer mehr in das Kernteam eingebunden und habe in der Zeit extrem viel darüber gelernt was es heißt eine Schule zu führen. Sechs Jahre lang haben wir, unter der Führung und Leitung von Dai-Sifu-Mark Tietz, mit einem festen Team die Schulen in Frankfurt geleitet und Training gegeben.

Ab 2014 habe ich mich mehr zurückgezogen und begonnen meiner eigenen Schule vorzubereiten. Das war eine Zeit mit vielen persönlichen Veränderungen: meine Tochter wurde geboren und 2016 habe ich dann nach vielen Gesprächen mit Sifu Mark die WingTsun Akademie in Bad Homburg eröffnet. Und was soll ich sagen? Bis heute bin ich mit dieser Entscheidung total glücklich.

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